Motorräder

Das Motorrad ist wohl der große Bruder des Rollers und hat ebenfalls eine große Fangemeinde. Besonders, wer weit hinaus will wird sich mit einem Scooter nicht zufrieden geben, denn der ist eher etwas für die Stadt, klein, sparsam und flink. Mit einem Motorrad, darf man auch über die Autobahn heizen und das Tempo voll ausfahren, wenn die StVO nichts anderes vorgibt.

Der Motorrad-Führerschein

Die Vorraussetzungen dafür sind jedoch etwas höher. Zunächst muss man im Besitz des richtigen Führerscheins sein, denn ab 51ccm bzw. 46km/h Höchstgeschwindigkeit und mehr reicht ein B- oder M-Führerschein nicht mehr aus. Die Führerscheinklassen A1, A beschränkt und A unbeschränkt lassen das Fahren richtiger Motorräder im öffentlichen Straßenverkehr zu.

Bereits mit 16 Jahren darf man den A1-Führerschein machen, welcher das Fahren von Leichtkrafträdern gestattet. Darunter versteht man Motorräder bzw. Krafträder, die maximal 125ccm Hubraum haben und auf 11kW Leistung gedrosselt sind. Bis zum vollendeten 18. Lebensjahr muss das Motorrad außerdem auf 80km/h Höchstgeschwindigkeit abgeriegelt sein.

Der Führerschein A beschränkt lässt das Fahren von Motorrädern ohne Beschränkung auf einen maximalen Hubraum zu und kann mit 18 Jahren erworben werden. Jedoch darf die Leistung des Kraftrades 25kW bzw. 34PS nicht überschreiten. Außerdem muss das Motorrad ein Leermassse-Leistungs-Verhältnis von mindesten 6,25kg je kW aufweisen. Spätestens nach zwei Jahren wird der A-Führerschein unbeschränkt.

A unbeschränkt kann man mit sofortiger Gültigkeit schon nach Vollendung des 25. Lebensjahres erwerben. Ansonsten dauert es 2 Jahre nach Erwerb der Klasse A beschränkt. Mit dieser Führerscheinklasse lassen sich alle Krafträder, die eine Straßenzulassung haben, unabhängig von Hubraum, Leistung oder Geschwindigkeit fahren.

Die Führerscheinklassen sind abwärts-kompatibel, sprich die "größere" Klasse schließt alle untergeordneten Klassen und natürlich auch die M-Klasse mit ein.

Motorräder - Marken und Modelle

Insgesamt sind in Deutschland etwa 3,5 Mio. Motorräder zugelassen, dabei ist die Marke Suzuki unter den Motorrädern der Bundesrepublik am weitesten verbreitet, gefolgt von Honda, Yamaha und BMW. Mit der BMW R 1200 GS hat der bayrische Hersteller jedoch das beliebteste Modell in Deutschland auf den Markt geworfen. Honda hingegen hat in der 125ccm-Klasse die Nase vorn, glänzt aber auch mit PS-starken Maschinen, wie die Honda CBR Fireblade.

Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Motorrädern, denen man allesamt ihre Vorteile abgewinnen kann. Die wichtigsten Typen sind: Superbike/Supersportler, Chopper, Naked Bike, Enduro, Tourer, Motocross und viele mehr. Zu erwähnen wäre hier, dass das dreirädige Trike, wie man es auch aus der Filmreihe "Werner" kennt, einen Fahrer mit der Führerscheinklasse B benötigt, also rechtlich gesehen kein Kraftrad ist.

Wer gerne weite Reisen macht, dem empfiehlt es sich, eine Tourer zu kaufen Kawasaki ZZR 1400. Wogegen Rocker lieber auf eine Chopper von Harley Davidson zurückgreifen. Will man lieber auf Tempo gehen, so sollte man sich ein Superbike, wie die Kawasaki Ninja kaufen. Jedoch nicht übertreiben und sich selbst überschätzen, Sicherheit geht vor!